Das in Berlin ansässige Klaviertrio von Ekkehard Wölk synthetisiert schon seit Langem klassische Musik und Jazz. Der Konzertzyklus Luther in Jazz ist der frühen protestantischen Kirchenmusik des 16. Jahrhunderts  gewidmet und bietet, wie die Originale selbst, eklektizistische und  farbenreiche Bearbeitungen vertrauter Lieder der Liturgiegeschichte. Sie sind immer getragen von der Emphase und intensiven Interkommunikation eines vital- energetischen, diverse stilistische Grenzen überquerenden modernen Jazz-Idioms; die Adaptionen der Kompositionen Luthers atmen sowohl dessen historischen Geist als auch den zeitgenössischer Jazz-Improvisation.
Luther hatte dem religiösen Gebrauch des neu entstehenden protestantischen Liedguts innerhalb der Liturgie eine zentrale Bedeutung zugewiesen. Vermittelt durch das Gesangsbuch sind seine Kompositionen auch nach 500 Jahren noch weitgehend bekannt. Daher ist es für heutige Hörer ein spannendes und zum Teil auch rezeptiv herausforderndes Erlebnis, diese von Luther und seinen engsten Mitarbeitern neu getexteten und komponierten Choräle in einer musikalischen Ästhetik zu erleben, die der  Gegenwart angenähert ist.

Luther-Notation von 1524

Die Stückauswahl dieses Programms setzt den Schwerpunkt auf Lieder und Choräle, die von Martin Luther persönlich entweder umgetextet (Nun komm der Heiden Heiland) oder selbst komponiert wurden, wie z. B. Ein feste Burg oder Jesaja dem Propheten da geschah.
Bei Auftritten in Deutschland und Russland, letztere wurden vom Generalkonsulat St. Petersburg unterstützt, hat das Ekkehard Wölk Trio mit dem Vibraphonisten Alexej Chizhik zusammengearbeitet. Die wichtigsten bisherigen Konzerte mit Elementen des Luther-Projekts waren im Februar 2013 in der Kunstfabrik Schlot / Berlin mit einer Aufnahme durch das Radio Berlin-Brandenburg, im Oktober 2013 in der Philharmonie St. Petersburg und im April 2015 im Konzerthaus des dortigen Mariinski-Theaters.

Einige dieser Aufnahmen bieten wir Ihnen unter „Hörbeispiele“.